Fördeschifffahrt

Die Fördeschifffahrt ist die Kreuzfahrt der kleinen Leute. In ihrer Glanzzeit vor dem Ersten Weltkrieg prägte die Flotte der Fördedampfer mit ihrem regen Personen- und Frachtverkehr den Flensburger Hafen. Die sommerlichen Ausflugsfahrten entwickelten sich zum allgemeinen Freizeitvergnügen. Während man andernorts mit der Kleinbahn „raus ins Grüne“ fuhr, nahm man in Flensburg das Schiff.

Mit den „Butterfahrten“ erlebte die Fördeschifffahrt Mitte der 1950er Jahre ihr eigenes „Wirtschaftswunder“. Der steuer- und zollfreie Bordverkauf von Butter, Alkohol, Zigaretten, Süßigkeiten und anderen Konsumgütern war im deutsch-dänischen Grenzgebiet ein lukratives Geschäft, das überall an Nord- und Ostsee Nachahmer fand. Die Fahrgastschiffe verwandelten sich in schwimmende Supermärkte. Nach schrittweiser Einschränkung endete das Duty-free-Geschäft am 1. Juli 1999.

Heute erinnert der 1908 gebaute Salondampfer ALEXANDRA als Flaggschiff des Historischen Hafens Flensburg an die Blütezeiten der Fördeschifffahrt.

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