Der Terminkalender des Flensburger Schifffahrtsmuseums

Partnerangebot: Workshop im Rahmen der Ausstellung HOMESTORY DEUTSCHLAND

Weißsein erleben - kritische Begegnung mit einem Privileg

Rassismus ist eine weltweite gesellschaftliche Konstante seit Jahrhunderten. Er prägt nicht nur die Erfahrungen davon betroffener Menschen sondern das Zusammenleben aller - und zum Schaden aller.

Das Sprechen über Rassismus hat zumeist nur dessen Opfer im Blick, zumeist auch nur bezogen auf individuelle Akte. Ein systemischer Ansatz fehlt im Diskurs. Und damit fehlt auch die Perspektive, Gesellschaft und Zusammenleben tatsächlich so tiefgreifend zu verändern, dass Rassismus aufhören kann zu existieren.

Critical Whiteness ist eine Herangehensweise, die jene Kräfte in den Blick nimmt, die von Rassismus profitieren. Sie bietet damit ein einzigartiges Instrument der Analyse und zeigt Möglichkeiten der gesellschaftlichen Veränderung. Große Teile der Methodik lassen sich auch auf andere Formen der Unterdrückung übertragen. Eine intersektionale Sicht ist Teil der Critical Whiteness.

In dem Workshop "Weißsein erleben - kritische Begegnung mit einem Privileg" geht es darum, dieses Analyseinstrument kennenzulernen. Die Ideengeschichte und die Folgen von Rassismus werden gemeinsam betrachtet, insbesondere jenes unausgesprochene gesellschaftliche Konstrukt Weißsein, dessen gewaltvolle Folgeerscheinung Rassismus ist.

Die Teilnehmenden des Workshops werden die Methode kennen lernen, einen ausführlichen Einblick in die geistesgeschichtlichen Hintergründe des Konstruktes Weißsein erhalten, sehr praktisch die Allgegenwart von Weißsein erleben und sowohl ihre eigene Position in diesem Konstrukt reflektieren als auch an Veränderungsmöglichkeiten im eigenen Verhalten arbeiten.

Methodisch kommen neben theoretischen Inputs Gruppenarbeiten und auch Körperarbeit zum Einsatz.

Ziele:

  • Auseinandersetzung mit der eigenen Positioniertheit in einer rassifizierten Weltordnung
  • Erwerb von historischen und sozialpsychologischen Kenntnissen zu Rassifizierungen, Rassismus und deren gesellschaftlichen Auswirkungen
  • Intersektionale Verknüpfung
  • Erarbeitung von Haltungs- und Handlungsalternativen

Wann, wo, wie, was?

Datum: 07.03.2021
Uhrzeit: 09:00 – 17:00 Uhr
Veranstaltungsort: Der Workshop wird online via Zoom stattfinden. Die Einwahldaten erhalten Sie bei der Anmeldung
Sprache(n): Deutsch

Referent: Tsepo Andreas Bollwinkel, Autor, Referent und Trainer zu Schwarzer Identität, Anti-Rassismus, Critical Whiteness, Intersektionalität und SOGI Themen in der internationalen Zusammenarbeit.

Zielgruppe: Weiße Menschen mit Interesse, ihre persönlichen und gesellschaftlichen Verstrickungen im Themenfeld Rassismus zu erforschen und ihre Haltungen zu verändern

Anmeldung bis: 05.03.2021 über homestoryflensburg@posteo.de


Initiative „Homestory Flensburg“

Hinter der Initiative „Homestory Flensburg“ steckt eine zusammengewürfelte Arbeitsgruppe, die sich für Vielfalt, Repräsentation und Aufklärung einsetzt. Sie holen Homestory Deutschland nach Flensburg, um auch im Norden für die Sichtbarkeit von Schwarzen Menschen und ihren individuellen Geschichten zu sorgen. Mit diesem Projekt erhofft sich die Initiative, dass viele weitere Projekte folgen werden und ein offeneres Flensburg wie auch Deutschland entsteht, in dem alle Geschichten erzählt werden.

Finanziell gefördert durch das Flensburger Schifffahrtsmuseum, dem Kulturbüro Flensburg, der Rosa-Luxemburg-Stiftung Schleswig-Holstein und dem AStA der Europa-Universität Flensburg sowie unterstützt durch vonDorsch und Flensburg Bleibt Stabil. Die Initiative bedankt sich herzlich bei den folgenden Einrichtungen dafür, dass sie ihre Schaufenster für die Fototafeln zur Verfügung gestellt haben: Aktivitetshuset, Copy.com, Espressomaschinen Flensburg, Gelateria La Dolce Vita, Isa Café & Eis, Lykke Café & Bar, Meggers - Soete Deern, Momo naturbutik, Norder147 , Projektraum „hundertacht“, Restaurant & Cafe Galileo, Stöberladen Flensburg, Subtilus, Wohngut.

Ort: Online

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